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 2019. TAUSENDUNDEINE IDEE

Der vergangene Winter dauerte viel zu lange. Ich hatte genug von der Kälte, dem Wind und den traurigen kahlen Bäumen. Und als ich bei meiner lieben Freundin Marjorelle darüber klagte, hatte sie einen ebenso einfachen wie sonnigen Plan: Wir fahren ein paar Tage weg!

Wie bei allen guten Plänen wussten wir beide sofort, wohin wir wollten: nach Marrakesch, denn da hatte Marjorelles Schwager Guillaume einen Riad: einen wunderschönen, authentischen marokkanischen Palast mit einer Terrasse mit einheimischen Pflanzen und Palmen.

Waren Sie schon in Marrakesch? Fahren Sie hin, denn Sie trauen Ihren Augen nicht. Nach dreieinhalb Stunden Flug sind Sie in einer Märchenstadt und finden überall verborgene Schätze.

Guillaume holte uns vom Flughafen ab. Zu unserer Heiterkeit nicht mit dem Auto, sondern mit einem bemalten Holzwagen und zwei gestreiften Pferden. Wir saßen auf weichen Kissen und Guillaume unter einem blaugrünen Sonnenschirm. Marjorelle hatte die Neigung, zu winken und ich musste niesen, da ich gegen Pferde allergisch bin.

In der afrikanischen Nachmittagssonne fuhren wir zu dem weltberühmten Platz Djemaa El Fna. Schon der Name ist exotisch, oder? Es summte und pulsierte vor Aktivität, und die Farben, Gerüche und Geräusche überwältigten uns. Fröhliche Orangenstände, kleine Restaurants unter bunten Tüchern, Musik in mysteriösen arabischen Tonarten. Direkt vor uns ertönte die schrille Melodie der Flöte eines Schlangenbeschwörers und in der Ferne bellte ein Chihuahua. Es roch nach Minze und süßen Früchten, nach Leder, Kräutern und Gegrilltem.

Und kaum zu glauben, wir waren erst weniger als eine Stunde in Marrakesch und ich fühlte die Inspiration sprudeln. Ich bekam Lust auf hellere Farben in größeren Kontrasten und fragte Marjorelle: Warum machen wir eigentlich keine eigenen Parfüms und Duftkerzen? Wir haben sofort angefangen, als wir wieder nach Hause kamen.

Nachdem wir den warmen, lauten Platz verlassen hatten, gingen wir zu dritt in den Souk. Wir wunderten uns über die Verkäufer - und sie wunderten sich wahrscheinlich über uns. Ein Verkäufer, der mit handgeknüpften Teppichen und 

geflochtenen Körben handelte, bot uns Tee an, süßen Tee mit viel zu viel Zucker. Herrlich. Er goss ihn aus der Höhe in niedliche Teegläser. Wir fragten ihn, ob er sie verkaufen würde, aber er wollte sie nicht missen (Vielleicht sollten wir diese Gläser auch selbst machen?). Marjorelle und ich waren fasziniert von einem Geschäft mit Silberschmuck und Lampen mit filigranen Löchern. Sie sahen aus wie Spitze, so fein. Guillaume wurde ungeduldig und sah uns kopfschüttelnd an. Murrend dirigierte er uns aus dem Souk und führte uns durch enge mittelalterliche Gassen zu einem riesigen, düsteren Holztor.

Marjorelle und ich fingen an zu protestieren, bis sich die schwere Tür für uns öffnete. Wir betraten einen wunderschönen Innenhof, der von einem Boden mit glasierten Fliesen kühl gehalten wurde. Die Wände an beiden Seiten waren rosa-rot und im Palmengarten in der Mitte befand sich ein kleiner Teich mit einem Springbrunnen. In der Sonne am Ufer lag friedlich ein Schildkrötenpaar.

Marjorelle und ich staunten. Aber Guillaume schickte uns nach oben. Wir gingen brav hinter ihm die Treppe hinauf und wurden auf jeder Etage abgelenkt.

Oh, diese Fotowand!

Und da, Wellensittiche!

Ein Äffchen!

Wartet, bis ihr oben seid, sagte Guillaume, und er hatte nicht zu viel versprochen. Auf der Mosaik-Dachterrasse mit einem bunt gedeckten Tisch und einem Sofa mit weichen Kissen konnte man endlos auf die Stadt blicken. Die Sonne war schon fast untergegangen. Ein Diener, der aus einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht stammen könnte, brachte uns Couscous mit Früchten. In der Ferne sahen wir die scharfen Konturen von Türmen und Palmen, die man tatsächlich in meinen Deckbetten wiedersieht.

Natürlich sind drei Tage viel zu kurz und Marjorelle und ich kamen kaum zum Schlafen. Es gibt so viel zu entdecken, denn Marrakesch ist eine Stadt mit tausendundeiner Idee. Aber niemand gibt damit an, denn die schönsten Orte liegen versteckt hinter dicken Mauern und Holztüren.

Wir wollten alles sehen und alles erleben. Wir verirrten uns in der Medina und haben uns sogar in unserem eigenen Hotel verlaufen. Aber Guillaume zeigte uns jedes Mal den Weg. Er war froh, als er uns nach drei Tagen zum Flughafen bringen konnte. Aber Marjorelle und ich denken immer noch jeden Tag an diese Reise. Und das Schönste ist, Sie können jeden Tag mitkommen. Schauen Sie sich die neue Kollektion an und genießen Sie.

 

Alles Liebe von Pip